Pressebericht vom 24.08.2004

Grazi-Man 2004 in Bad Reichenhall:  Trotz Verschiebung auf Sonntag ein voller Erfolg

Manchen Veranstaltungen kann auch schlechtes Wetter und dadurch entstehende Änderungen nichts anhaben. Dies zeigte der Grazi Man 2004. Die Verantwortlichen vom Gleitschirmclub Albatros und Riap Sport mussten am Samstag früh die Entscheidung treffen auf den Ausweichtermin zu verlegen, da die Wettervorhersage und anhaltender Dauerregen keine andere Wahl ließen. Nun hieß es umorganisieren, Zimmer für die aus ganz Deutschland angereisten Teilenehmer zu beschaffen und auf Absagen und Umstellungen in den einzelnen Mannschaften zu reagieren. Diese hielten sich aber in Grenzen, obwohl mit dem 24 Std. Radrennen in Ruhpolding, dem Zwölferhorn MTB Rennen und einem Halbmarathon im Salzkammergut einige Konkurrenzevents am Sonntag auf dem Terminkalender standen.
Viele der Athleten verzichteten auf die anderen Wettkämpfe andere wagten den Doppelstart, wie die Mountainbiker Brengartner, Bauer und Ortner Christian. Sie fuhren die halbe Nacht bei einer regelrechter Schlammschlacht in Ruhpolding beim 24 Std. Rennen und waren dann wieder pünktlich zum Start um 11.00 Uhr beim Radstart zum Grazi-Man 2004 und brachten Top- Leistungen.

Dominiert wurde der Fahrradpart aber von Andreas Ortner aus Anger, der mit 20.30 Minuten einen neuen Streckenrekord aufstellte und selbst MTB Profi und Weltcupstarter Peter Presslauer vom Siegerteam „ Personalbereitstellung Leingruber“ aus Österreich einen Rückstand von 3 Minuten beibrachte. Dazwischen platzierten sich noch immerhin 6 „Hobbyradler“ allesamt aus dem Berchtesgadener Land. Hier kann man erkennen wie viele hochklasssige MTB-Fahrer es bei uns gibt. Bei den Damen lies auf Ihrer Hausstrecke wieder einmal Barbara Gruber der zahlreichen Damenkonkurrenz keine Chance als 13. im Gesamtfeld waren auch ein Großteil der Männer langsamer als die Barbara vom Eisenbichl.

Bei den Läufern setzten sich die Favoriten erwatungsgemäß durch. Das österreichische Nationalkadermitglied Alfred Mandl holte sich den jahrelang bestehenden Streckenrekord von Daniel Pickl (dieses Jahr nicht am Start) und konnte selbst durch den Zugspitzlauf Sieger 2004 Martin Echtler aus dem Allgäu nicht gefährdet werden. Der seinen Vorsprung nach dem Radfahren, herausgeholt durch Stefan Klinger, bald verlor und schließlich mit fast 2 Minuten Rückstand den zweiten Platz in der Läuferwertung einnahm. Der einzige den Alfred Mandl nicht mehr erwischte war Florian Brettl aus Ainring, der den Vorsprung von Top Radfahrer Andreas Ortner bravorös verteidigte und nur knapp hinter Echtler die drittbeste Laufzeit erzielte. Bei den Damen war Angela Nöhrig, die Teamkollegin von Barbara Gruber, die schnellste so dass die Mannschaft der „Schnellen Hasen“ in der Damenwertung souverän in Führung ging

Für die Gleitschirmflieger gab es aufgrund einer starken Westströmung keine idealen Startbedingungen, so dass Klaus Wallner und seine Startleiter entschieden den Wettkampf nicht wie in den letzten Jahren durchlaufen zu lassen sondern aus Sicherheitsgründen nach dem Laufen die Zeiten einzufrieren und die Flieger nach einer Wartezeit bei besseren Bedingungen nach Reihenfolge starten zu lassen.
Der einzige echte Profi im Fliegerfeld Christian Amon aus Österreich zeigte hierbei seine Extraklasse er holte den Rückstand seiner Mannschaft „Personalbereitstellung Leingruber“ fast spielend auf, baute Höhe mit zwei Vollkreisen über dem Bolzplatz ab und landete souverän auf dem Punkt. Dabei half ihm auch ein Gleitschirm, den er speziell für derartige Bedingungen und Anforderungen auswählte. Diese Möglichkeit haben Hobbypiloten natürlich nicht. Platz zwei bei den Fliegern belegte Thomas Wegscheider von der Titelverteidiger Mannschaft 2003„Pokal oder Spital“.
Bei den Damen stellte das Fliegen den kompletten Wettkampfverlauf auf den Kopf. Angie Wierer aus Bayerisch Gmain flog Ihre Mannschaft der „Ramzotti Engelchen“ noch an den bisher führenden „Schnellen Hasen“ vorbei zum Sieg der Damen.


Die Einzelwertung holte sich in überlegener Manier wie schon 2003 Wolfgang Nöhrig aus Marzoll. Es verwies Pele Faßbender aus Traunstein um fast 5 Minuten auf Platz zwei. Das erste Mal traute sich auch eine Dame den Einzelstart beim Gazi-Man zu Sabine Huthmacher aus Frankfurt lies dabei sogar noch zwei Herreneinstarter und zwei Mannschaften hinter sich.

Am Nachmittag war das Organisationsteam um Klaus Wallner heilfroh, dass trotz der Verschiebung und einigen Aussenlandungen alles unfallfrei und reibungslos ablief. Auch Dank der vielen freiwilligen Helfer, der Feuerwehr, der Bergwacht und des Gastroteams vom Hockey Förder e. V und der zahlreichen Sponsoren.
Der Mitorganisator Martin Dufter von Riap-Sport meinte am Ende der Siegerehrung als die zahlreichen Zuschauer und fast alle Teilnehmer die Grazi Man Sieger feierten: „Jetzt habens wir endgültig geschafft, Grazi Man ist zu Kult geworden uns wirft nichts mehr aus der Bahn.“

Kurioses am Rande:
Mannschaft der Kagleders mit Vater und zwei Söhnen am Start war zusammen genau 150 Jahr alt.
Einzelstarter Lars Budark aus Köln „vergaß“ seinen Schirm auf der Zwieselalm zu deponieren. Für ihn war der Wettkampf nach dem Laufen vorbei.
Der angekündigte REMAX Heißluftballon erhielt vom Flughafen Salzburg keine Starterlaubnis und konnte deshalb nicht aufgebaut werden.
Highlight der Siegerehrung das Aufwiegen der „Schweren Jungs“ (Gesamtgewicht des Teams über 300 kg) auf der Wieninger Bierwaage erzielte 22 Kisten Freibier.
Alle Lose der REMAX Verlosung gingen an den Mann, so dass dem Hockeyförderverein e.V. ein stattlicher Betrag zum Wohle einer bedürftigen Familie im Berchtesgadener Land übergeben werden kann.

 

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